Durch die neue Gesetzgebung hat der Ultraschall auch in der Allgemeingynäkologischen Praxis einen erhöhten Stellenwert bekommen. Somit sind Ultraschalluntersuchungen durch die Suche nach Fehlbildungen dominiert. Der forensische Druck, der auf den Gynäkologen lastet, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Empfehlenswert sind daher Ultraschalluntersuchungen, die parallel zu den Untersuchungen stattfinden, die während der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Leider sind die Gesetzlichen Krankenkassen den Forderungen der Berufsfachverbände nach Aufstockung der Anzahl von Sonographien bislang nicht nachgekommen. Ich komme dem Bedürfnis der meisten Eltern nach einer höheren Anzahl an Ultraschallen durch ein Angebot entgegen, das ich „Sonographie – Abo“ nenne.

Somit besteht die Möglichkeit, bei jeder Untersuchung auch eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

Eltern, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, sollten beachten, dass sich die Fehlbildungsdiagnostik auf die gesetzlich vorgeschriebenen Termine konzentriert und die Sonsographien in der 10., 2o. und 30. Schwangerschaftswoche nicht als „Babyfernsehen“ angesehen werden sollten.

Verwandte, die sonst jederzeit willkommen sind, haben während dieser Termine nur kurzzeitig Zutritt zu den Untersuchungen.

Es ist selbstverständlich, dass diese Regelungen im Falle von pathologischen Befunden oder Risikoschwangerschaften anders auszulegen sind.