Auch Männer spüren die Folgen des Hormonmangels. Vielleicht nicht so offensichtlich, wie es bei Frauen der Fall ist. Häufiger stehen mentale Probleme im Vordergrund. Auch das Nachlassen der sexuellen Potenz kann die Folge dieses Hormonmangels sein.

Die gängige Therapie in diesem Fall besteht in der Gabe von Testosteron, meist als Gel verabreicht. Meiner Meinung nach ist das der denkbar falscheste Weg. Nach einer Phase der Besserung kommt es nach einigen Jahren zu einem erneuten „Absturz“, der dann umso heftiger ausfällt, da der Körper unter der Testosterongabe verlernt hat, die Testosteronproduktion über die Hoden zu steuern.

Besser ist hier die individualisierte Gabe von Östrogen und Gestagen. Hier wird der Umstand genutzt, dass der Organismus in der Lage ist, über Enzymsysteme die Synthese auch von Testosteron zu steuern.

Im Verlauf meiner zahlreichen Behandlungen habe ich gelernt, dass allgemeine Zufriedenheit und ein erfülltes Liebesleben nicht abhängig vom Testosteronspiegel sind.

Die Grundlagen der individualisierten Behandlung mit naturidentischen Hormonen verdanken wir dem Gynäkologen Dr. med. Volker Rimkus, dessen Therapie heute zurecht allgemein als die „Rimkus – Methode“ bekannt ist.