Die Kupferkette GyneFix® – Hormonfreie Verhütung in jedem Lebensalter

Ich wende die Kupferkette seit Jahren an und habe mittlerweile mehr als 250 dieser Ketten gelegt.

Die Kupferkette „Gynefix“ ist eine wichtige Bereicherung der Verhütungsmöglichkeiten. Als ich dieses hormonfreie Prinzip vor einigen Jahren kennenlernte, war ich spontan begeistert. Warum? Sie ist klein und daher ideal für die Gebärmutter junger Frauen, die noch nicht entbunden haben. Zum anderen ist es eine Verhütung frei von Hormonen, was den Ansprüchen von immer mehr Frauen entgegenkommt.

An einem Kunststofffaden, an dessen Ende sich ein Knoten befindet, sind mehrere Kupferelemente befestigt. Dieser Knoten wird vorsichtig in die Muskulatur der Gebärmutter versenkt und wächst nach kurzer Zeit ein. Der Haltemechanismus der üblichen „Spiralen“, der für Entzündungsreize und zu einer verstärkten Menstruationsblutung führt, entfällt.

Die Einlage der Kette entspricht einer erweiterten gynäkologischen Untersuchung, dauert somit nicht lange. Da jeder Mensch anders empfindet, ist auch die Schmerzempfindung individuell verschieden. Tiefgreifende Schmerzausschaltung in Form von Kurzinfusionen oder Narkosen kann ich in meiner Praxis leider nicht anbieten. Es war auch bislang nicht nötig.

Um die Einlage zu planen bzw. Kontraindikationen auszuschließen, ist ein Termin vor der Einlage zwingend notwendig.

Was müssen Sie beachten?

* Schließen Sie eine Kufperallergie aus. Wenn Sie sich unsicher sind, kleben sie einfach für einige Zeit eine Centmünze auf den Unterarm.

* Nehmen Sie kein Cortison um den Einlagetermin, denn Cortison behindert das Einwachsen der Kette.

* Nehmen Sie kein Aspirin als Schmerzmedikament, denn es verstärkt Blutungen.

* Versuchen Sie, es bis 10 Tage nach der Einlage etwas ruhiger angehen zu lassen. Die Gebärmutter sollte keine Erschütterungen bekommen: kein Sport, kein Geschlechtsverkehr, keine Tampons.

Die Kette ist für eine Liegedauer von 5 Jahren konzipiert. Danach wird sie durch einfachen Zug am Faden wieder entfernt. Die Entfernung ist genauso unproblematisch wie die Einlage.

Die Kosten für die Einlage dürfen, wie alle Verhütungsleistungen, keiner Kasse in Rechnung gestellt werden.

Sie belaufen sich derzeit (März 2016) auf 303,46 Euro.

Da die Kette in Deutschland keine Zulassung als Arzneimittel besitzt – die Eurpäische Zulassung ist dieser rechtlich gleichwertig – entfällt auch die Übernahme der Kosten für Frauen, die jünger als 20 Jahre sind, durch die Krankenkassen.

Gemäß Patientenrechtegesetz erhalten Sie eine Übersicht über die zugrunde gelegten Kosten, die gleichzeitig als Rechnung bzw. Quittung dient. Die Kosten für das Material werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen 1:1 an Sie weitergegeben.

Die besten und umfassendsten Informationen ergeben sich immer im Gespräch. Dieses Gespräch kann durch diese Informationen einfach nicht ersetzt werden.

Bitte vereinbaren Sie daher einen Termin in meiner Praxis. Ich freue mich, Sie umfassend informieren und beraten zu können.