Moderne Therapie auf den Spuren der Grundlagenforschung

Gemäß der Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer besitzt jede höher entwickelte Zelle zwei Genome. Diese Entdeckung eine nachhaltige Bewegung in der Welt der Wissenschaften ausgelöst und dazu beigetragen, den Focus der Forschung auf die Funktion der Zelle zu lenken.

Die zwei Genome stammen zum einen von den so genannten Archäer Zellen, die sich seit Milliarden von Jahren entwickelten und auch heute noch an den schwefelhaltigen heißen Quellen in der Tiefsee zu finden sind, zum anderen von so genannten Proteobakterien, einer Zellart, die im Gegensatz zu den Archäern schon früh in der Lage war, Sauerstoff zu verarbeiten. Nachfahren dieser Proteobakterien sind die Mitochondrien, kleine Organe, Organellen der Zelle.

Beide Zellen gingen eine Symbiose ein und bildeten dadurch die Grundlage für kompliziertes, auf der Energiegewinnung über Sauerstoff basierendes Leben. Der Zeitpunkt der Symbiose lässt sich recht genau mit dem Auftreten des ersten Sauerstoffs auf der Erde in Zusammenhang bringen und liegt ca. 2,5 Milliarden Jahre zurück.

Der Preis für diese Fähigkeit war hoch: die Archäer gaben durch die Symbiose die Fähigkeit auf, sich quasi unendlich zu teilen und büßten somit ihre Unsterblichkeit ein.

Diese Doppelnatur der Zellen hatte mehrmals in der Geschichte der Erde das Überleben gerettet. In den Zeiten der Totalvereisungen über mehrer Millionene Jahre konnte Zellen so von der Sauerstoffverstoffwechselung zur Schwefelverstoffwechselung „umschalten“. Diese Fähigkeit haben menschliche Zellen bis in die heutige Zeit erhalten. Nach Dr. Kremer sind über 90 % der heutigen chronischen Erkrankungen Folge einer erworbenen Funktionsschwäche der Mitochondrien. Diese haben in der Entwicklung des Lebens zahlreiche Aufgaben der Zellsteuerung übernommen und können zurecht als die zentralen Steuerorgane höher entwickelter Organismen gesehen werden.

Die wichtigen Aufgaben der Mitochondrien sind, um nur einige zu nennen:

  • die Energiegewinnung
  • die Abwehr von Pilzen, Bakterien, Viren, Chlamydien, Borrelien etc.
  • die Steuerung der Gefäßelastizität und somit des Blutdruckes
  • die Kommunikation innerhalb der Zellen und der Zellen untereinander
  • die Steuerung der Zellteilung

Wichtiger Vermittler der Mitochondrienfunktion ist das Stickstoffmonoxid (NO), eine gasförmige und sehr flüchtige Substanz. Es ist ein potentes Zellgift (Abwehr von Bakterien, Viren etc.), was die Tatsache erklärt, dass die Funktion der Mitochondrien vor der Zellteilung quasi „abgeschaltet“ werden muss, um die empfindliche, entspiralisierte DNA nicht zu schädigen. Während dieser Zeit gewinnt die Zelle ihre Energie unter Ausschluss von Sauerstoff, die Energiegewinnung wird aus den Mitochondrien in das Zytoplasma  verlagert.

Hier macht sich die Zelle das „Switchen“ – das Hin- und Herschalten zwischen den Genomen – zunutze, um die Teilung zu bewerkstelligen. Mit der Aktivierung des „alten“ Archäer – Genoms nämlich beginnt die Zelle, sich zu teilen. Sie macht durch diesen Teilungsvorgang gleichzeitig eine Art „Verjüngungskur“ durch, indem Ballast und Schlackenstoffe in eine der beiden Zellen befördert werden.

Wenn die Mitochondrienfunktion intakt ist, schalten diese nach erfolgter Teilung wieder ein, die Energiegewinnung vollzieht sich wieder auf der Basis von Sauerstoff und die weitere Teilung unterbleibt.

Die Funktion der Mitochondrien kann sowohl durch mangelhafte Entgiftung der Zelle, durch mangelnde Substratzufuhr von die Entgiftung ermöglichender Substanzen, oder durch Schädigung über Zellgifte, Umweltschadstoffe und Schwermetalle eingeschränkt werden.

Folgende chronische Erkrankungen leiten sich von einer erworbenen Fehlfunktion der Mitochondrien ab:

  • Chronische Erschöpfung und Burn – Out, Müdigkeitssyndrom (Energiegewinng gestört)
  • Chronische Infektionen mit Pilzen, Bakterien, Borrelien, Chlamydien (Zellabwehr gestört)
  • Erhöhter Blutdruck (Folge der mangelnden NO-Produktion
  • Tumorbildung, überschießende Narbenbildung (Kommunikation der Zellen gestört)
  • Krebs oder AIDS (durch Erliegen der Mitochondrienfunktion und Umschalten auf das Archäer – Genom)

Der Therapieansatz bei den meisten Erkrankungen ist somit der Versuch, die Mitochondrienfunktion zu stärken.